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2003/2004
Kulturwoche Eröffnungsrede
| Kulturwoche Eröffnungsrede |
| Georg Michael Schopp | |
| Juni 2004 | |
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Verehrte Freunde und Gäste unserer Schule! Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen ! Es ist für mich eine besondere Ehre und große Freude, heute gemeinsam mit meinem Kollegen, unserem Direktor Sadýk Tanyeri Akkuþ die Kulturwoche des Istanbul Lisesi eröffnen zu dürfen. Eine besondere Ehre und Freude in diesem Jahr, in dem unsere Schule ihren 120. Geburtstag feiert – und hier an diesem, für die lange und große Geschichte Istanbuls bedeutendem Ort, dem Haus der Hagia Ireni. Die Kulturwoche ist auch in diesem Jahr wieder weit mehr als eine Schulveranstaltung, sie ist ein großes Festival – mit Profis und Laien, bedeutenden Musikern wie der Pianistin Verda Erman oder dem Sänger Erol Evgin (unserem Absolventen) und den Musik-, Theater- und Kunstgruppen des Istanbul Lisesi. Jede Kulturwoche soll uns daran erinnern, dass zur Bildung und Erziehung der künftigen wissenschaftlichen und geistigen Elite der Türkei und Europas mehr als gute Schulabschlüsse und ÖSS-Punkte gehören. Mehr als erste Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben (wie z.B. bei TÜBITAK / Jugend Forscht). Mehr als anspruchsvoller Unterricht, Leistungen fordernder Unterricht! Zu unseren Aufgaben gehört in gleichem Maße kulturelle Bildung, künstlerische und ästhetische Bildung. Damit diese wichtige Aufgabe unserer Schule uns allen bewusst bleibt, arbeitet in jedem Jahr ein Team von Schülern und Lehrern unter der Leitung von Ümran Haným viele, viele Stunden. Ihnen allen, euch allen gebührt unser Dank. Unser Dank geht auch an die zahlreichen Sponsoren, ohne deren Unterstützung unsere Kulturwoche, dieses Festival nicht möglich wäre. Wir sind – das sagen wir mit Stolz – eine staatliche Schule der türkischen Republik. Begabte Kinder, die zu den besten Absolventen der Grundschulen zählen, können unsere Schule ohne Rücksicht auf das Einkommen der Familie besuchen. Aber als staatliche Schule, die kein Schulgeld verlangt, gehören wir – wie überall auf der Welt – zu den „armen Schulen“. Ohne Sponsoren und ohne die Spendenbereitschaft vieler Eltern und der Ehemaligen können wir die Qualität unserer Arbeit nicht sichern. Wir können sie nicht auf sehr hohem Niveau halten. Das ist aber notwendig für eine Schule, die national und international konkurrenzfähig sein will. Lassen Sie mich einen dritten und letzten Gedanken ausführen: Wir feiern in diesem Jahr den 120. Geburtstag unseres Istanbul Lisesi. Gleichzeitig denken wir daran, dass vor 90 Jahren, im Schuljahr 1914/15 die ersten deutschen Lehrer am damaligen Istanbul Sultanisi die Arbeit aufgenommen haben. Damals stand diese Zusammenarbeit im Zeichen des Krieges, der „Deutsch-Türkischen-Waffenbrüderschaft“, wie die deutsche Politik damals sagte. In der Schule merkte man weniger davon: „Alle türkischen Lehrer, mit denen uns der Dienst vier Jahre lang zusammenführte, kamen uns ohne Ausnahme mit offenem Vertrauen und großer Hilfsbereitschaft entgegen und haben stets ein gutes Verhältnis zu uns bewahrt.“ So schrieb 1922 der deutsche Lehrer Hans Gabel. Und so gilt das auch HEUTE. Dafür unser Dank an alle türkischen Kolleginnen und Kollegen. Wenn wir hier, in der kleinen Welt unserer Schule unsere Kooperation gut gestalten, dann tragen wir alle gemeinsam auch zum Zusammenwachsen Europas bei. Möge unsere Schule auf dem friedlichen Wege nach Europa weiter erfolgreich sein! Gemeinsam – Schüler, Eltern, Ehemalige und Lehrer – können wir das schaffen! |







