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Das Erdbeben in Indonesien am 28.03.2005
Rüdiger Wißkirchen   
April 2005

Auf dem folgenden Bild ist das Seismogramm des Bebens in Indonesien von Montag, den 28.3. zu sehen, wie es von unserem Schulseismographen (steht neben dem Physik-Praktikum) aufgenommen wurde.

Deutlich ist das Auftreten eines ersten Ausschlages um ca. 16.25 Uhr zu sehen. Diese Stelle ist mit einem „P“ gekennzeichnet. Dieses „P“ steht für „Primärwelle“ und ist eine Longitudinalwelle, die sich vom Erdbebenherd durch die Erde ausbreitet. Diese Longitudinalwellen breiten sich relativ schnell aus. Da das Beben um 16:13 Uhr UTC stattfand, hat diese Welle etwa 12 Minuten zu uns gebraucht. Der zweite deutliche Ausschlag ist mit einem „S“ für „Sekundärwelle“ gekennzeichnet. Auch dieser Ausschlag stammt von einer Welle, die sich direkt durch die Erde zu uns ausbreitet. Allerdings schwingt sie transversal, d.h. senkrecht zur Ausbreitungsrichtung. P - und S – Wellen nennt man übrigens auch Raumwellen.

Aus dem zeitlichen Unterschied, zu dem die beiden Wellen bei uns eintreffen, lässt sich die Entfernung des Erdbebenherdes bestimmen. Unsere Messung hat eine Entfernung von ca. 8100km ergeben. Die später zu sehenden starken Ausschläge sind auf Oberflächenwellen zurückzuführen, Diese treffen bei uns deutlich später ein, haben aber auch eine wesentlich größere Amplitude.

Interessant zu sehen übrigens ist, dass noch zwei Stunden nach dem Beginn des Bebens der gesamte Erdball immer noch etwas wackelt.

 


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