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2004/2005
TÜBITAK 2005 - Teilnahme
| TÜBITAK 2005 - Teilnahme |
| Eike Schütze | |
| Mai 2005 | |
Ein Team unserer Schule nimmt in Ankara an den TÜBITAK-Ausscheidungen teilSelbst Nicht-Physiker werden es wissen: Nichts ist schneller als das Licht. Kein Mensch, keine Maschine, keine Information in welcher Form auch immer kann die 300.000 km bis zu unserem Mond in weniger als einer Sekunde zurücklegen - nur das Licht ist gerade schnell genug. Die zugehörige Theorie lieferte Albert Einstein vor genau 100 Jahren. An den Anfang aller seiner Überlegungen setzt er den Gedanken dieses physikalischen Tempolimits. Das Licht bewegt sich immer und überall mit der größten aller Geschwindigkeiten und es gibt keinen Trick das zu ändern. Zwei Schüler unserer Schule versuchen zur Zeit dieses Tempolimit im Experiment zu prüfen. Bilkan Erkmen und Serdar Karatekin aus der 11g und der 11h haben zusammen mit Rüdiger Wisskirchen in vielen hundert Arbeitsstunden ein sehr kompliziertes Präzisionsexperiment zur Laser-Interferenz aufgebaut und ihre Ergebnisse liegen im Rahmen der Theorie. Eine Vorstellung dieser Leistung ist ohne Physik-Kenntnisse schwer zu vermitteln, aber vielleicht beeindruckt eine Zahl: Sie messen mit optischen Methoden Strecken in der Größe von ca. 0,0000001 m. Vergangene Woche haben Bilkan und Serdar ihr Experiment im Keller unserer Schule abgebaut und in die Bosporus-Universität transportiert, um es dort einem Professoren-Team vorzuführen. Die waren begeistert. Und so sind die beiden zusammen mit ihrem engagierten Lehrer zu den TÜBITAK-Ausscheidungen in die Hauptstadt eingeladen. Am Donnerstag, den 26.5.2005, reisen sie zu dritt nach Ankara und am Sonntag drauf fällt die Entscheidung. Es wäre ein außerordentlicher Triumph, wenn unsere Schule zum zweiten Mal in zwei Jahren die Gewinner stellen dürfte. Und was, wenn ihre Messungen Einstein widerlegt hätten? Wenn die Relativitätstheorie nicht gelten würde? Die Schiffe im Bosporus vor unserer Haustür könnten nicht mehr wie gewohnt mit Hilfe von Satelliten ihren Weg finden. Die Stromversorgung der meisten Industriestaaten bräche zusammen. Nicht einmal unsere Sonne würde leuchten. Kalt wäre es auf der Erde. Beruhigend also, dass die Messungen unter dem Dach unserer Schule Einstein bestätigen. |










