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Schüler trainieren freies Denken für frische Ideen
Kai Unger   
April 2008

 

Teilnehmer des Software-Camps am HPI (Hasso-Plattner-Institut) entwickeln unkonventionelle Roboter:

Die Schüler Onur Ekinci, Nevjin Yarar und Ceren Cicibiyik und der begleitende Lehrer, Herr Schell, haben in der Zeit vom 27.03. – 31.03.2008 an einem Camp des Vereins MINT-EC am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam teilgenommen.

 

 

Hasso Plattner ist einer der zwei Gründer der Softwareschmiede SAP, die auch heute noch Marktführer im Bereich maßgeschneiderte Software für mittlere und große Unternehmen ist. Das Institut verfügt übrigens als Einziges in Deutschland einen Lehrstuhl für „Creative thinking“ der mit seinem Gegenstück in Californien in steter Verbindung steht.

 

Ziel des Camps war, Schüler in der Teamarbeit zu schulen und jungen Leuten, besonders Mädchen, Mut zu geben, ihr Hobby Informatik zum Beruf zu machen - oder ihre Talente zu erst zu entdecken.


Um dieses Ziel zu erreichen mussten die Schüler, aufgeteilt in Gruppen von Schülern die sich vorher nicht kannten, sich mittels einer Fotoserie mit dem Alltag von drei fiktiven Menschen vertraut machen und deren Stärken, Interessen und Schwächen erraten.

Im ersten Schritt galt es auf dem Papier Mittel zu ersinnen diesen Menschen das Leben zu erleichtern. Da wurde z.B. ein Männergarten ersonnen um Frauen den Einkauf zu erleichtern, Internetplattformen zur Suche nach geeigneten Musikern wurden entwickelt und Wecker für Langschläfer ersonnen.

Am nächsten Tag mussten die Gruppen Roboter bauen, die den besagten Menschen das Leben erleichtern sollten. Nach intensiven Diskussionen stehen die Projekte fest; es wurden aber auch Projekte verworfen die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu realisieren waren. Als technische Hilfsmittel standen Lego-Mindstormbaukästen  und eine zu diesem System von Microsoft entwickelte Programmiersoftware bereit. Damit versuchen die Mädchen und Jungen so einiges in die schöne neue Produktwelt zu setzen.

Am Ende wurden die Projekte in Form von Präsentationen vorgestellt.

Die Istanbuler Schüler haben nach Einschätzung des Betreuers sich hervorragend bewährt. Nach anfänglicher Zurückhaltung brachten sie sich in den Gruppen ein und haben teilweise sogar die zündenden Ideen geliefert. Nach Aussage der Teilnehmer ist es nur schade, dass in Istanbul solche Möglichkeiten zur Schulung der Kreativität  nicht existieren.

 


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